Was wäre, wenn wir gealterte Zellen wieder in einen jüngeren Zustand versetzen könnten? Was lange Zeit wie Science Fiction klang, rückt durch moderne biomedizinische Forschung zunehmend in den Bereich des Möglichen. Der Wunsch, möglichst lange zu leben und dabei gesund zu bleiben, hat mit dem aktuellen Longevity-Trend längst auch die breite Öffentlichkeit erreicht. Während dabei häufig die Verlängerung der Lebensspanne im Mittelpunkt steht, beschäftigt sich die Forschung zunehmend mit einer anderen Frage: Wie können wir die Gesundheit und Funktionsfähigkeit des Körpers bis ins hohe Alter erhalten und altersbedingte Erkrankungen hinauszögern? [1] Der Alterungsprozess ist ein komplexer biologischer Vorgang, der durch das Zusammenspiel zahlreicher zellulärer und molekularer Veränderungen geprägt ist und bis heute noch nicht vollständig verstanden wird. Im Laufe des Lebens sammeln sich in Zellen und Geweben Schäden an, die durch unterschiedliche Stressfaktoren entstehen können. Gleichzeitig verändern sich Reparaturmechanismen und die Fähigkeit des Körpers, geschädigte Strukturen zu erhalten oder zu regenerieren. Diese Veränderungen tragen dazu bei, dass die Anfälligkeit für altersassoziierte Erkrankungen steigt [2].
Altern ist daher nicht nur eine Frage der vergangenen Lebensjahre – es ist vor allem ein Prozess, der tiefgreifende Veränderungen auf zellulärer Ebene mit sich bringt. Genau hier setzt die regenerative Medizin an. Das noch vergleichsweise junge Forschungsfeld beschäftigt sich mit der Wiederherstellung und Reparatur geschädigter biologischer Strukturen wie Zellen, Geweben, Knochen oder Organen [3]. Als wichtiger Meilenstein der regenerativen Medizin gilt die Stammzellforschung. Stammzelltransplantationen werden bereits seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt, beispielsweise in der Behandlung bestimmter Erkrankungen des blutbildenden Systems. Gleichzeitig war die Forschung lange mit Herausforderungen wie möglichen Abstoßungsreaktionen und ethischen Diskussionen rund um embryonale Stammzellen verbunden.
1) iPSCs: Eine neue Perspektive auf Zellalterung und Regeneration
2) BPS Bioscience – Ihr Partner für iPSC-basierte Zellmodelle
3) Humane iPSC-abgeleitete Kardiomyozyten
4) StemBright™ Reporter-iPS-Zellen
5) Genetisch veränderte iPS-Zellmodelle für funktionelle Studien
Mit der Entwicklung induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS-Zellen bzw. iPSCs) eröffnete sich eine neue Perspektive für die Stammzellforschung und regenerative Medizin. Durch die gezielte Reprogrammierung ausgereifter Körperzellen können diese in einen pluripotenten Zustand zurückgeführt werden. In diesem Zustand besitzen sie die Fähigkeit, sich erneut in verschiedene spezialisierte Zelltypen zu entwickeln (Abb. 1). Die Reprogrammierung wird durch die gezielte Aktivierung der Transkriptionsfaktoren Oct4, Sox2, Klf4 und c-Myc, welche auch als Yamanaka-Faktoren bezeichnet werden, ausgelöst. Der japanische Stammzellforscher Shin’ya Yamanaka entwickelte die Methode der Reprogrammierung 2006 und wurde dafür 2012 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet [4,5].
iPS-Zellen besitzen jedoch nicht nur großes Potenzial für regenerative Anwendungen – sie ermöglichen auch neue Einblicke in die Mechanismen von Alterung und Krankheit. Durch die Gewinnung von Zellen gesunder Personen oder von Menschen mit bestimmten Erkrankungen und genetischen Veränderungen können Forschende Krankheitsprozesse im Labor nachbilden und untersuchen. Dadurch lassen sich biologische Funktionen, krankheitsbedingte Veränderungen und potenzielle Therapieansätze in humanen Zellmodellen analysieren [4,6].
Um Alterungsprozesse und regenerative Mechanismen besser zu verstehen, sind geeignete humane Zellmodelle entscheidend. Unser Partner BPS Bioscience unterstützt verschiedene Forschungsanwendungen mit iPS-Zellen, daraus differenzierten Zelltypen sowie genetisch modifizierten iPSC-basierten Reporter- und Knockout-Modellen. Im Vergleich zu klassischen Zelllinien können iPSC-abgeleitete Zellmodelle physiologisch relevantere Bedingungen abbilden, da sie Eigenschaften spezialisierter menschlicher Zellen besitzen. Dadurch eröffnen sie neue Möglichkeiten für die Untersuchung von Zellfunktionen, Krankheitsmechanismen, Wirkstoffentwicklung und zukünftigen zelltherapeutischen Ansätzen [5].
Aus iPS-Zellen differenzierte humane Kardiomyozyten ermöglichen die Untersuchung von Herzfunktionen unter physiologisch relevanten Bedingungen. Diese funktionellen Herzmuskelzellen können beispielsweise eingesetzt werden, um altersassoziierte Veränderungen der Herzbiologie zu untersuchen oder potenzielle Wirkstoffe auf ihre Wirkung und Verträglichkeit zu testen.
| Zellen | Produktnummer | Anzahl |
| Human iPSC Derived Cardiomyocytes | BPS-78529 | 1 Million Zellen 5 Millionen Zellen |
| Human B2M Knockout iPSC Derived Cardiomyocytes | BPS-82541 | 1 Vial |
Neben spezialisierten Zelltypen ermöglichen Reporter-iPS-Zellen die gezielte Untersuchung zellulärer Signalwege. Durch integrierte Reportersysteme können Veränderungen biologischer Prozesse messbar gemacht werden – beispielsweise während der Zelldifferenzierung, bei Stressreaktionen oder bei altersrelevanten Signalwegen. Ein Beispiel ist der Wnt-Signalweg, der unter anderem an Entwicklungsprozessen und der Regulation von Zellfunktionen beteiligt ist.
| Zellen | Produktnummer | Anzahl |
| StemBright™ Luciferase iPS Cell Pool | BPS-78594 | 1 Vial |
| TCF/LEF StemBright™ Luciferase iPS Cell Pool (Wnt Pathway) | BPS-78515 | 2 Vials |
Um den Einfluss einzelner Gene oder Proteine auf Zellfunktionen zu untersuchen, bieten genetisch modifizierte iPSC-Modelle zusätzliche Möglichkeiten. Mithilfe der CRISPR/Cas9-Technologie können gezielte Veränderungen erzeugt werden, um Krankheitsmechanismen oder regenerative Prozesse besser zu verstehen. Cas9-exprimierende iPS-Zellen ermöglichen dabei eine kontrollierte genetische Modifikation, während Knockout-iPS-Zellen genutzt werden können, um die Funktion einzelner Zielproteine zu untersuchen.
| Zellen | Produktnummer | Anzahl |
| Cas9 Expressing iPS Cell Pool | BPS-78578 | 1 Vial |
| Transduction Control (EF1A Promoter) iPS Cell Pool | BPS-82520 | 2 Vials |
| Cas9 Inducible (Tet-On) iPS Cell Pool | BPS-78845 | 1 Vial |
| Transduction Control (Tet-On) iPS Cell Pool | BPS-82289 | 2 Vials |
| B2M Knockout iPS Cell Line | BPS-82161 | 1 Vial |
Die Entwicklung induzierter pluripotenter Stammzellen hat neue Möglichkeiten geschaffen, menschliche Alterungsprozesse, Erkrankungen und potenzielle Therapieansätze direkt in relevanten Zellmodellen zu untersuchen. Durch ihre vielseitigen Differenzierungsmöglichkeiten bieten iPS-Zellen wertvolle Einblicke in zelluläre Mechanismen und bilden eine wichtige Grundlage für die Erforschung regenerativer Ansätze.
Entdecken Sie jetzt die iPSC-basierten Forschungsmodelle von BPS Bioscience und unterstützen Sie Ihre Forschung mit innovativen Zellmodellen.
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Longevity, 14.06.2026
[2] Yu, P.; Liu, B.; Dong, C.; Chang, Y. Induced Pluripotent Stem Cells-Based Regenerative Therapies in Treating Human Aging-Related Functional Decline and Diseases. Cells 2025, 14, 619.
[3] https://flexikon.doccheck.com/de/Regenerative_Medizin, 14.06.2026
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Induzierte_pluripotente_Stammzelle, 14.06.2026
[5] https://bpsbioscience.com/ipsc-derived-cells?product_type_filter=&target_field=&research_areas=7718&cell_line_type=&species_filter=, 14.06.2026
[6] https://bpsbioscience.com/research-applications-for-engineered-ips-cells, 14.06.2026
[7] https://bpsbioscience.com/propel-your-research-forward-with-ips-cells, 14.06.2026
Preview-Bild: https://bpsbioscience.com/innovative-tools-driving-progress-in-neuroscience-research